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Uni-DAS: Fünf für die Fahrsicherheit

Mittwoch, Juni 30th, 2010

Führende Fahrerassistenz-Experten gründen Forschungsverband Uni-DAS

Mit freundlicher Genehmigung des Referats Kommunikation der Technischen Universität Darmstadt:

ABS und ESP kennt mittlerweile fast jeder, die Abstandsregelung oder der Nachtsicht-Assistent für das Head-Up-Display sind im Kommen – Fahrerassistenzsysteme lassen sich aus modernen Autos kaum noch wegdenken. Um das hohe Niveau der universitären Fahrerassistenz-Forschung in Deutschland langfristig zu sichern, haben führende Wissenschaftler den Forschungsverband Uni-DAS (DAS=Driver Assistance System) ins Leben gerufen.

Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins Uni-DAS e.V. werden wissenschaftlich eng zusammenarbeiten, Forschungsanfragen und Forschungsanträge untereinander koordinieren, gemeinschaftlich in Gremien auftreten und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Dazu organisiert Uni-DAS wissenschaftliche Tagungen und hat einen Wissenschaftspreis ausgelobt, der für herausragende Dissertationen auf dem Gebiet der Fahrerassistenz-Forschung vergeben wird.

Die fünf Gründungsmitglieder von Uni-DAS sind Prof. Klaus Dietmayer (Universität Ulm), Prof. Berthold Färber (Universität der Bundeswehr, München), Prof. Markus Maurer (Technische Universität Braunschweig), Prof. Christoph Stiller (Karlsruher Institut für Technologie) und Prof. Hermann Winner (Technische Universität Darmstadt) als ihr erster Sprecher. Ihre Expertise umfasst das gesamte Gebiet der Fahrerassistenz von der maschinellen Umfeld-Perzeption über die Assistenzfunktionen, der Mensch-Maschine-Interaktion und Systemarchitektur bis hin zu Test- und Bewertungsverfahren.

Uni-DAS wird unter anderem Gastgeber einer Reihe von Fahrerassistenzsystem-Workshops sein; auf der nächsten Veranstaltung vom 30. März bis zum 1. April 2011 in Walting (Altmühltal) wird der Uni-DAS-Wissenschaftspreis erstmalig verliehen. Dissertationen für den mit 1.000 Euro dotierten Preis können noch bis zum 1. November 2010 beim Verein eingereicht werden.

Bild: Gut vernetzt: Blick ins Innere von Leonie, einem der Forschungsfahrzeuge der TU Braunschweig.

Weitere Informationen:
www.uni-das.de

Ansprechpartner:
Prof. Dr. rer. nat. Hermann Winner, Sprecher von Uni-DAS
Tel.: 06151/16-3796
E-Mail: winner@fzd.tu-darmstadt.de

Ansprechpartner an der TU Braunschweig:
Prof. Dr. Markus Maurer
Institut für Regelungstechnik
Hans-Sommer-Straße 66
38106 Braunschweig
Tel.-Nr.:+49 531 391-3838
E-Mail: markus.maurer@tu-braunschweig.de

Diplomarbeiten in Braunschweig, Wolfsburg und an der Stanford University: Junge Elektrotechnik-Studierende entwickeln Steuerungssysteme in Braunschweig und Kalifornien

Montag, Mai 3rd, 2010

Wenn die Bundeskanzlerin ein Forschungsprojekt der TU Braunschweig besichtigt, ist das etwas Besonderes. Noch interessanter wird es, wenn sie dies, wie jüngst geschehen, an der Stanford University, USA, tut. Angela Merkel eröffnete dort am 15. April das Volkswagen Automotive Innovation Lab (VAIL). Dort ließ sie sich auch das Versuchsfahrzeug „X1“ erklären – als Beispiel der deutsch-amerikanischen Wissenschaftskooperation. Mit an Bord sind Module, die von Studierenden der TU Braunschweig entwickelt wurden.

Seit 2006 arbeitet Prof. Markus Maurer, Institut für Regelungstechnik, mit Prof. Chris Gerdes, dem Leiter des VAIL, zusammen und hat dort die Funktion eines „Consulting Assistant Professors“ inne. Regelmäßig haben Studierende der TU Braunschweig die Möglichkeit, unter der Sonne Kaliforniens im Lab zu forschen. Die erste Hälfte der Diplomarbeit schreiben sie in Braunschweig, die zweite Hälfte am VAIL.

Das Institut für Regelungstechnik ist eines der Institute, die im Rahmen ihrer Forschungsarbeit sowohl am Mobile Life Campus in Wolfsburg als auch im Haus der Elektrotechnik in Braunschweig und seit neuestem auch am Campus Nord aktiv ist. Es ist Mitglied des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF).

“Chancellor Merkel was wonderful – very warm and open with all of the students. She asked great questions and showed she was really interested”, schreibt Prof. Chris Gerdes über den Besuch der Kanzlerin. Im Vordergrund das “X1”-Versuchsfahrzeug, im Hintergrund Studierende und Mitarbeiter des VAIL.

„In der Kooperation mit Stanford und dem VAIL haben wir die Fahrzeugelektronik für das Versuchsfahrzeug „X1“ entwickelt und zugeliefert“, erläutert Prof. Maurer. „Der letzte Diplomand, der von uns nach Stanford entsandt wurde, ist soeben nach Deutschland zurückgekehrt. Er hat dort die Fahrzeugelektronik für eine Allradlenkung entwickelt und in Betrieb genommen.“

Das Ziel des „X1“-Forschungsprojektes ist die Untersuchung elektronischer Fahrdynamiksysteme. In der Fahrzeugelektronik gibt es eine Vielzahl an Entwicklungsgebieten im Bereich der Sicherheits- und Komfortsysteme. Immer mächtigere Systeme erfordern entsprechend mehr Steuerelemente, um die Potenziale optimal zu nutzen. Die Forscher in Braunschweig und Kalifornien haben sich gemeinsam die Frage gestellt, wie man diese Systeme im Zusammenspiel am besten testen kann. Das Ergebnis ist eine Rohkarosse als flexibler Versuchsträger, der Schritt für Schritt mit Einzelmodulen ausgestattet wird.
Ein frei konfigurierbares und personalisierbares Armaturenbrett ist eines der Ergebnisse, die von Studierenden während des Austauschprogrammes realisiert und getestet werden konnten. Weitere sollen folgen – vielleicht kommt die Kanzlerin dann zu Besuch an die TU Braunschweig und das NFF.

Kontakt
Dipl.-Ing. Peter Bergmiller
Institut für Regelungstechnik der Technischen Universität Braunschweig
Tel.: +49 531 391 7879
E-Mail: bergmiller@ifr.ing.tu-bs.de