Posts Tagged ‘Institut für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik’

Die Obstwein & Bierbrau AG der TU Braunschweig präsentierte ihr TU-Bier auf dem 1st International Brewing Contest

Freitag, Juni 25th, 2010
Steffi Köhler, Achim Overbeck, Frederik Flach, Manuel Holtkamp, Martin Musiot, Alexander Bruns, Theresa Beierle

Steffi Köhler, Achim Overbeck, Frederik Flach, Manuel Holtkamp, Martin Musiot, Alexander Bruns, Theresa Beierle

Seit 2007 besteht am Institut für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik (ICTV) der Technischen Universität Braunschweig eine studentische Gruppe, die sich mit der Herstellung von hausgemachten Obstweinen befasst. Unterstützt durch eine Zuwendung des Freundes- und Förderkreises des ICTV wurde die Aktivität der Gruppe 2009 auf das Bierbrauen erweitert. Den Anlass hierfür gab ein Besuch auf der ACHEMA 2009, der großen Industriemesse für Chemie und Verfahrenstechnik. Auf dieser präsentierte sich die Brauinitiative Campusperle der TU Hamburg-Harburg mit einem Stand und ihrem selbstgemachten Bier. Gleichzeitig gaben sie die Austragung des 1st International Brewing Contest im Mai 2010 bekannt und warben für rege Teilnahme.

So stand für die Obstwein & Bierbrau AG des ICTV das Ziel fest. Der Weg zum ersten selbst gemachten Bier war dabei aber alles andere als trivial. Rohstoffe, Handhabung und natürlich die Verfahrenstechnik spielen eine wichtige Rolle. Mit Unterstützung eines Hobbybrauers und der Oettinger Brauerei aus Braunschweig konnte dann im Februar der erste Sud angesetzt werden. Nach langer Gärung wurde Ende April das – für Hobbybiere sehr klare – Bier in ein Fass abgefüllt. Mit diesem fuhr eine Abordnung von fünf Studierenden des Bioingenieurwesens nach Hamburg. 13 Gruppen, darunter auch Teilnehmer aus Dublin und Malmö, waren der Einladung der Braugemeinschaft Campusperle gefolgt, um ihr Bier von einer hochkarätigen Jury bewerten zu lassen. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Gruppen war für die Obstwein & Bierbrau AG das vorrangige Ziel. Neben dem Bier wurde auch das Poster, auf welchem jede Gruppe die Herstellung dokumentieren sollte, bewertet. Hier schnitten wir mit 5 von 5 möglichen Punkten sehr gut ab. „Unser Bier bekam 3 von 5 Punkten. Punktabzug gab es vor allem wegen zu langsamer Gärung und dem damit verbundenen geringen Kohlensäuregehalt. Vom Gesamteindruck lagen wir aber im oberen Drittel, nicht schlecht für den ersten Brauversuch“, meint der Biotechnologe Manuel Holtkamp von der Obstwein & Bierbrau AG.

Für das nächste Jahr sind die Ziele bereits gesteckt. “2011 ist Berlin der Austragungsort 2nd International Brewing Contest und die Obstwein & Bierbrau AG will die Technische Universität Braunschweig wieder würdig vertreten”, so Manuel Holtkamp. Wer mitmachen und das 13-köpfige Team verstärken möchte, ist herzlich willkommen

Kontakt
Dipl.-Biotechnol. Manuel Holtkamp
E-Mail m.holtkamp@tu-braunschweig.de
Tel. 0531/391-2793

Hygienic Study Award 2010 an TU-Studentin des Bioingenieurwesens

Dienstag, März 23rd, 2010

Foelke Jürgens, Studentin des Bioingenieurwesens im achten Semester, erhielt für ihre am Institut für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik der Technischen Universität Braunschweig angefertigten Studienarbeit „Untersuchung des Fouling- und Reinigungsverhaltens von Milchkomponenten auf beschichteten Oberflächen“ den mit 500 Euro dotierten zweiten Preis im Hygienic Study Award 2010. Der Preis wurde zum zweiten Mal vom Wissensportal www.hygienic.processing.com verliehen und durch eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft und Forschung zuerkannt.

Die Preisverleihung fand am 16. März 2010 im Rahmen der Fachmesse HygieniCon 2010 in Karlsruhe statt. Bewertet wurden herausragende, innovative und qualitativ hochwertige Studien-, Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen im Bereich der hygienegerechten Produktion, zum Beispiel in der Pharma- oder Lebensmittelindustrie.

Die Bildung von Ablagerungen bei der thermischen Behandlung flüssiger Lebensmittel, das sogenannte Fouling, stellt ein gravierendes Problem in der Lebensmittelindustrie dar. Die Verschmutzungen und Verkrustungen auf den Wärmeübertragungsflächen beeinträchtigen die Produktqualität und verursachen erhöhte Aufwendungen für Investitionen als auch für Betriebskosten. Jürgens untersuchte im Rahmen ihrer Studienarbeit die Wirksamkeit verschiedener Beschichtungen auf Edelstahloberflächen bezüglich ihrer Antifoulingwirkung und Reinigbarkeit. Sie konnte zeigen, dass Beschichtungen auf Basis diamantähnlicher Kohlenstoffschichten, sogenannter DLC(diamond-like-carbon)-Schichten, zum einen eine geringere Anhaftung aufweisen und zum anderen eine bessere Reinigung erlauben als unbeschichtete Edelstahloberflächen. Diese Befunde geben wichtige Hinweise für die Identifikation und Optimierung einer Fouling mindernden Beschichtung in Lebensmittel verarbeitenden und pharmazeutischen Anlagen und werden in weiterführenden Arbeiten aufgenommen.