Archive for the ‘Allgemein’ Category

UN-Dekadenpreis für Nachhaltiges Organisches Praktikum

Freitag, Februar 4th, 2011

Angesichts endlicher Ressourcen und steigender Umweltbelastung brauchen wir dringend mehr Chemiker/innen, die Nachhaltigkeitsaspekte in ihrer Syntheseplanung berücksichtigen können. Dazu müssen die traditionellen Lehrinhalte und Konzepte des Chemieunterrichts (Training experimenteller Fähigkeiten, praktisches Kennenlernen von Stoffen, Geräten und Reaktionen, sicherer Umgang mit Gefahrstoffen) um die Aspekte der Effizienz und Nachhaltigkeit einer chemischen Reaktion ergänzt werden. Nachhaltigkeit beginnt mit der Reaktionsplanung!

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde in einem Verbundvorhaben in den Jahren 2000 – 2004, gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, das Projekt Nachhaltiges Organisches Praktikum (NOP) entwickelt. Ein interdisziplinäres Chemikerteam der Universitäten Bremen, Oldenburg, Braunschweig, Regensburg, Jena und der TU München erarbeitete Lehrmaterialien für die naturwissenschaftliche organisch-chemische Ausbildung im 21. Jahrhundert. Feder-führend von Braunschweiger Seite waren die Arbeitsgruppen von Prof. Dr. M. Bahadir und Prof. Dr. H. Hopf. Die Zielgruppe sind Universitäten, Fachhochschulen und Gymnasien, die die Lehrmaterialien über frei zugänglichen Internetseiten  (www.oc-praktikum.de) für den Unterricht adaptieren können. Die hohen Zugriffszahlen (15.000 – 20.000 pro Monat), zeigen, dass diese Strategie aufgeht.

Seit 2004 wird das NOP-Praktikum an zahlreichen deutschen Hochschulen erfolgreich in der Bachelor-Ausbildung eingesetzt, weitere sieben europäische und außereuropäische Länder sind diesem Vorbild gefolgt und haben das Praktikum auf ihre Bedürfnisse und in ihre Landessprache übertragen. Die NOP Internetseiten werden dynamisch aus einer elektronischen Datenbank erzeugt. Dies erleichtert die Übertragung in andere Sprachen, da nur die Datenbankinhalte übersetzt werden müssen. Auch Länder, in denen Verlage aufgrund der geringen Marktgröße nicht daran interessiert sind, die Erarbeitung von neuem Chemielehrmaterial zu finanzieren, erhalten so Zugang zu nachhaltigkeitsorientierten Ausbildungsmaterialien. Derzeit liegt das NOP-Material in den Sprachen Englisch, Italienisch, Griechisch, Russisch, Arabisch, Türkisch und Indonesisch vor. Die portugiesische Sprachversion wird gerade erstellt.

Die internationalen Aspekte des NOP wurden von der UNESCO ähnlich gewertet, weshalb dieses neue, nachhaltige Lehrmittel nunmehr durch den UNO-Dekadepreis, der am 23. Februar in Stuttgart verliehen wird, gewürdigt wird.

Kontakt

Prof. Dr. mult. Dr. h. c. Müfit Bahadir
Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie
Tel.: 0531-391 5960
E-Mail: m.bahadir@tu-braunschweig.de
www.oc-praktikum.de

Hochschulquartett: Wo kommen all die Studis her?

Mittwoch, November 17th, 2010

(Pressemitteilung des Deutschlandfunk)

„Wo kommen all die Studis her – was sollen sie studieren? -
Sinn und Unsinn der politisch gewollten Erhöhung der Akademikerquote.“

Deutschlandfunk – Das Kulturgespräch „ Hochschulquartett-Wissenschaft zur Diskussion“
HOCHSCHULQUARTETT am Freitag, 26.11.2010, 19.15-20.00

Live-Diskussion in Zusammenarbeit mit dem „manager magazin“ aus dem Funkhaus des Deutschlandradios in Berlin am Freitag, den 26. November 2010, 19.15 bis 20.00 Uhr.

Das Bildungssystem in Deutschland steht vor enormen Herausforderungen: Grund dafür ist der demografische Wandel; die Bevölkerungszahlen sinken in den nächsten Jahren. Laut Statistischem Bundesamt wird die Bevölkerungszahl bis 2030 um 5 Millionen auf 77 Millionen Einwohner zurück gehen. Damit wird  auch die Zahl der erwerbsfähigen Personen und die der Hochschulabsolventen abnehmen. Der Mangel an gut ausgebildeten und qualifizierten Arbeitskräften mit akademischer Bildung ist bereits heute absehbar. Experten sind deswegen der Ansicht, dass der Anteil der Studierenden innerhalb eines Jahrgangs in Deutschland erhöht werden müsse. Gleichzeitig solle mehr in die Qualität der Lehre an den Universitäten investiert werden,  denn gerade hier liegen laut OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2010“ die Defizite des deutschen Hochschulwesens: Deutschland investiert demnach zuwenig in die Ausbildung des akademischen Nachwuchses und liegt im Schlussfeld auf Platz 23 der 27 OECD-Staaten.

Auch eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey kommt zu dem Schluss, dass die Erhöhung der Akademikerquote volkswirtschaftlich zwingend notwendig ist: Demnach müssen in Deutschland die „Bildungsanstrengungen“ intensiviert werden, wenn Wachstum und Wohlstand erhalten werden sollen.
“Der Wert akademisch ausgebildeter junger Menschen für die wirtschaftliche Zukunft des Landes wurde in Deutschland zu lange unterschätzt”, sagt auch die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel. Der Bund versucht nun, mithilfe eines Qualitätspakts für Hochschulen  gegenzusteuern. Insgesamt wird der Bund in den nächsten Jahren zwei Milliarden Euro zur Verbesserung der Lehre an den Hochschulen zur Verfügung stellen. Ziel des Programms: Mehr junge Menschen sollen so in den nächsten Jahren einen Hochschulabschluss erwerben.

Woher werden in Zukunft die Studieneinsteiger kommen? Wie viele junge Menschen werden künftig an den Universitäten und Hochschulen studieren? Und macht die überwiegend bedarfsgeprägte generalisierte Argumentation einschlägiger Beratungsinstitutionen überhaupt Sinn?

Über das Thema ” Wo kommen all die Studis her – was sollen sie Studieren? -  Sinn und Unsinn der politisch gewollten Erhöhung der Akademikerquote” diskutieren:

• Prof. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU-Braunschweig,
• Prof. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg,
• Dr. Jörg Dräger, Geschäftsführer des „Centrums für Hochschulentwicklung“ (CHE)“
sowie
• Dr. Norbert Sack, Unternehmensberatung „Egon Zehnder International“

Die Gesprächsleitung haben Michael Kröher (manager magazin) und Christian Floto (Deutschlandfunk).

Zeugen gesucht: Sachbeschädigung im Bereich des Forumsplatzes

Montag, November 8th, 2010

Das Präsidium der TU Braunschweig sucht Zeugen für zwei Fälle von Sachbeschädigung im Bereich der Pockelsstraße.

Am Mittwoch, 27.10.2011, wurden gegen 11 Uhr die Reifen eines Fahrrads aufgeschlitzt, das auf der Pockelsstraße vor dem Altgebäude angeschlossen war.
Am Tag darauf, Donnerstag, 28.10., wurde zwischen 15.00 und 16.30 Uhr ein Auto direkt vor dem Audimax durch Kratzer massiv beschädigt.

Bei der Polizei wurde Anzeige erstattet.

Wenn Sie einen dieser Vorfälle beobachtet haben oder Hinweise darauf liefern können, bitten wir Sie, sich unter Tel.: (0531) 391 4111 oder praesident@tu-braunschweig im Präsidium der TU Braunschweig zu melden.

Bitte helfen Sie uns, zu verhindern, dass sich solche Vorfälle wiederholen können.

TU-Präsident Prof. Hesselbach neuer Vorstandsvorsitzender der LHK

Freitag, November 5th, 2010

Auf ihrer Plenarsitzung am 4. November 2010 hat die Landeshochschulkonferenz Niedersachsen (LHK) Professor Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach, Präsident der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt.
Professor Hesselbach löst den derzeit amtierenden Vorsitzenden Dr. Gerhard Greif, Präsident der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, nach Ablauf seiner zweijährigen Amtszeit ab.

Die weiteren Mitglieder des neuen Vorstands der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen sind Professorin Dr. Marianne Assenmacher, Präsidentin der Universität Vechta, Professor Dr. Ing. Claus Rollinger, Präsident der Universität Osnabrück und Professor Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Präsident der Ostfalia, Hochschule für angewandte Wissenschaften Braunschweig/Wolfenbüttel.

Die Amtszeit des neuen Vorsitzenden und der Vorstandsmitglieder beginnt am 1. Januar 2011 und endet am 31. Dezember 2012.

 Kontakt:
Landeshochschulkonferenz Niedersachsen
Geschäftsstelle
c/o Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Bünteweg 2, 30559 Hannover
E-Mai: lhk@tiho-hannover.de
Tel: 0511/953-8012

Deutsch-Türkischer Workshop „Biotechnologie und Bioverfahrenstechnik“

Donnerstag, Oktober 7th, 2010

Hochrangige Wissenschaftler aus universitärer und industrieller Forschung in Deutschland und der Türkei nahmen vom 20.-23. September 2010 am 1. Deutsch-Türkischen Workshop „Biotechnologie und Bioverfahrenstechnik“ in Aachen teil.  Dieser war als unabhängige Veranstaltung in die Deutsche DECHEMA Jahrestagung der Biotechnologen 2010 integriert und ergab so exzellente Möglichkeiten für Diskussion und Austausch.

„Die Biotechnologie ist eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts sagt Prof. Dr. Christoph Wittmann, Leiter des Institutes für Bioverfahrenstechnik an der TU Braunschweig und für die TU9 Organisator der Veranstaltung. „Vor diesem Hintergrund wurde intensiv über zukunftsorientierte Verfahren für die biobasierte Produktion von Chemikalien und Treibstoffen sowie die gezielte Entwicklung neuer Wirkstoffe und Therapien diskutiert“.

Der Präsident der TU Braunschweig, Prof. Dr.-Ing. h.c. Jürgen Hesselbach begrüßte die Teilnehmer in seinem schriftlichen Grußwort: „Die wichtigen Fragestellungen der Biotechnologie können nur gemeinsam beantwortet werden. Die Türkei hat eine lange gemeinsame Geschichte mit Deutschland und eine der stärksten wachsenden Wirtschaftssysteme in der Welt. Beste Voraussetzungen für eine zukünftige enge Partnerschaft“.

Ziel des Workshops war es, Möglichkeiten der Kooperation zwischen deutschen und türkischen Institutionen und Unternehmen zu diskutieren, Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Forschungsprojekte zu identifizieren.  Dabei kam die Hälfte der etwa 30 eingeladenen Teilnehmer aus der Industrie – auf deutscher Seite von weltweit agierenden Unternehmen wie BASF, Sandoz, Sartorius oder Metanomics. Ministerialrat Peter Webers vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eröffnete die Veranstaltung mit einem Blick in die gemeinsame Zukunft beider Länder und schuf damit einen exzellenten Rahmen für das anschließende wissenschaftliche Programm. Die Vorträge verfolgten teils weit mehr als einhundert Zuhörer aus der parallel stattfindenden Jahrestagung der Biotechnologen, was das große Interesse an der Veranstaltung unterstreicht.

Dr. Ulrich Behrendt, Präsident der Vereinigung Deutscher Biotechnologie-Unternehmen: „Der Workshop war eine rundherum gelungene Veranstaltung. Wir haben viele interessante Kontaktmöglichkeiten identifiziert“. Prof. Dr. Hüseyin Avni Öktem, Präsident der Türkischen Biotechnologie-Vereinigung lobte die exzellente Organisation, die interessanten Vorträge und intensiven Diskussionen. Prof. Dr. Thomas Scheper, Vorstandsmitglied der DECHEMA, zeigte sich mit dem Erfolg des Workshops sehr zufrieden und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass diese Veranstaltung aufgrund des großen Interesses verstetigt werden kann.  Durch die Teilnahme von Mitarbeitern des International Office vom Ministerium für Bildung und Forschung sowie des Türkischen Rates für Forschung und Technologie (TÜBITAK) konnten erste Gespräche zu den bestehenden Fördermöglichkeiten bereits geführt werden.  Das Weltkulturerbe Aachen, dessen Dom Karl der Große vor über 1200 Jahren nach byzantinischem Vorbild errichtet hat, bot dazu einen passenden Rahmen.

Geophysikalische Untersuchungen im Erdbebengebiet: Studierende der Physik reisten nach Argentinien

Dienstag, Oktober 5th, 2010

Eine Gruppe von 16 Studierenden der Physik der TU Braunschweig war vom 17. Bis zum 30. September 2010 unter der Leitung von Prof. Andreas Hördt im Rahmen einer Studienreise in San Juan in Argentinien unterwegs. Zentraler Bestandteil war ein geophysikalisches Geländepraktikum, welches gemeinsam mit argentinischen Studierenden am seismologischen Institut der Universität San Juan durchgeführt wurde. Das Institut liegt direkt am Fuß der Anden, die aufgrund der stets vorhandenen Erdbebengefahr und der einzigartigen geologischen Situation eine besondere Umgebung für geophysikalische Untersuchungen boten. Messmethoden, die in Braunschweig nur in der Theorie erklärt werden können, wurden dort praxisnah erprobt.

Die rein fachliche Ausbildung wurde durch ein kulturelles Rahmenprogramm mit Konzertbesuch, einem deutsch-argentinischen Abend und Ausflügen zu einem seismologischen Observatorium und einer Sternwarte ergänzt. Hierdurch wurde der Kontakt mit argentinischen Studierenden und Wissenschaftlern gefördert und die bestehende Partnerschaft zwischen der Universität San Juan und der TU Braunschweig vertieft.

Die wurde von Deutschen Akademischen Austauschdienst, dem Braunschweigischen Hochschulbund und vom Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik finanziell gefördert.

Kontakt
Prof. Andreas Hördt
Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik
E-Mail: a.hoerdt@tu-braunschweig.de

„Die Discountisierung der Gesellschaft“ – das Buch von Prof. Wolfgang Fritz jetzt auch in Japan erschienen

Donnerstag, August 12th, 2010

Als „Discountisierung“ bezeichnet man einen umfassenden Trend zum Billigen, der Wirtschaft und Gesellschaft tief greifend verändert. Er manifestiert sich in einem Preiskampf bisher unbekannten Ausmaßes, der insbesondere im deutschen Einzelhandel tobt. In Japan, einer der bedeutendsten Wirtschaftsnationen der Welt, ist dieser Trend noch nicht etabliert. Die lange Rezession hat jedoch auch dort tiefe Spuren hinterlassen. Sie hat unter anderem eine stärkere Preisorientierung des Kaufverhaltens bewirkt. Der japanische Einzelhandel verzeichnet seit Jahren stagnierende oder schrumpfende Umsätze. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, könnte sich auch in Japan ein Megatrend entfalten, den man in Deutschland unter dem Begriff „Discountisierung der Gesellschaft“ kennt.

Prof. Wolfgang Fritz, Institut für Marketing, ist einer der international führenden Experten für dieses Thema. Sein Buch “Die Discountisierung der Gesellschaft“, das er gemeinsam mit Bettina Lorenz und Ulrike Hauser veröffentlicht hat, ist soeben in Japan im Verlag Dobunkan, Kyoto, erschienen. Das Interesse an der Publikation ist dort schon jetzt sehr groß – sogar ohne Werbemaßnahmen des Verlags.

Mehr unter www.wiwi.tu-bs.de/marketing/publikationen/buecher/buecher.htm